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Kunst Symbol Rätsel " Das Universum als Kunstwerk " Don Quichotte Kulturzentrum 06 01 2020

„ Das Universum als Kunstwerk „

Nicht-unitäre Transformationen können die Karten der Wissenschatf mit neuem Leben 1 | e.  |, indem sie mehr menschliche Erfahrung einbeziehen. Die Karte des Zustandsraumes, absolut determiniert 2 | u. |   kompromißloser Objektivität, hat Synchronizitäten und Epiphanien ausgespart. Und indem sie dem 3 |  L. | seine Geheimnisse und seine Besonderheit nahm, hob sie es auf  die  gleiche 4 | E. | komplizierter Maschinen, während das eiseitiger empfinden von  der Gemeinsamkeit mit der naturlichen Welt verlorenging. Da  eine 5 | n. | Transformation an nichts 6 | g. | ist, was die Vergangenheit vorgibt, stellt sich eine wichtige Frage: Warum existiert überhaup irgend etwas ? Warum ist nicht nichts ? Warum gibt es Formen und 7 | S. |, Welten und Gedanken, Erinnerungen und Erfahrungen, statt mur ein amorphes, eigenschaftsloses, pulsierendes Jetzt ? Schlißlich wird jeder Augenblick aufs neue durc eine nicht-unitäre Transformation hervorgebracht, die sich jeder Festlegung durch die Vergangenheit entzieht. Wie kommt also die Kontinuität ins Universum, und warum bleibt irgend etwas vonn einem Augenblick zum nächten sich selbst gleich ?

Gegenwärtig ist die Naturwissenschaft bemüht, die Materie anhand immer fundamentalerer Gesetze zu erklären, die sich auf immer kleinere Abstände beziehen. Darüber geht die nicht-unitäre Wissenschaft weit hinaus, weil für sie jede Ebene in sich abgeschlossen ist und teilhat an dem gleichen schöpferischen Urgrund. So ähnelt das Universum mehr einem Kunstwerk, einem Gemälde, einer 8 | S. | oder einem kosmischen Tanz als einer komplexen Riesenmaschine. Und die Metapher vom Kunstwerk kann uns auch begreiflich machenn, warum es Ordnung in diesem pulsierenden Lebensguell der 9 | S. | geben kann.

Wenn Sie eine Sinfonie hören, entfaltet sich vor Ihnen eine neu Welt: Sie wächts und entwickelt sich, wird von zunehmend detaillierten Strukturen bevölkert, geht thematische Umwege, baut Spannungen auf und löst sie wieder auf. Die Sinfonie ist ein Wechselspiel von Themen und Rhythmen, Gefühlen, Empfindungen und logischen Strukturen. Einerseits ist die Sinfonie frei und kreativ. Auf der anderen Siete ist sie aber auch strenger Disziplind und Ordnung unterworfen. In jeder Bewegung beeinflussen sich Themen und Rhythmen gegenseitig, und die Bewegungen selbst nehmen aufeinander Bezug und spiegeln sich wider. Eine Sinfonie 10 | i. z. | vielfältig strukturiert und stets neu. Wären die musikalischen  11| G. |, denen sie folg, zu eng, wäre der musikalische 12 |  V. | also vorhersagbar, würde sie uns 13 | l. | und kalt lassen. Wäre sie andererseit völlig beliebig, und stände sie jedem musikalischen Einfall offen, wäre sie gleichmaßen uninteressant und könnte in uns nicht 14 | a. |. Die Sinfonie  lebt also 15 | v. | der 16 |  S. | zwischen Freiheit und Einschränkung und wirk alle großen Kunstwerke auf den Zuhörer, weil sie seine Empfindungen, Gedanken, Gefühle und Wahnehmungen zu Gesamtheit zusammenschließt.

Doch diese 17 | Ordnungen und Stukturen werden dem Kunstwerk nicht willkürlich von außen aufgezuwungen, sondern ergeben sich organisch und vollkommen natürlich aus  der Musik selbst – genauer, aus dem Gesamtzusammenhang der musikalischen Sprache. Das gleiche gilt für die Malerei und den Tanz. In allen Fällen entwickelt sich die Ordnung organisch und schließt das Werk zu einer Einheit zusammen. Die Ordnung ist niemals absolut, weil sie immer von dem großeren Kontext des Werkes abhängt. Wenn dieser Kontext sich verändert, werden auch die Ordnungen, Gesetze und Strukturen modifiziert.

Die Ordnung eines Kunstwerks erwächst also aus dem 18 |  S. | und sorg durch Rückkopplung dafür, daß das vollendete Werk seinen einheitlichen und geschlossenen Charakter behält. Jeden Augenlick gibt es ein Wechselspeil zwischen der Ordnung eines Musikalisches und seiner Entfaltung im Bewußtsein der Hörers. Stellen wir uns nun eine Sinfonie, die immer neu ist und deren vereinheitlichende Formen und Strukturen niemals absolut gesetzt sind. Ein soches 19 | P. | käme dem Wesen eines nicht-unitären Universums sehr nahe.

Seite 167 | Buch | F. David 20 | P. |: Der Stein der Weisen | Chaos und verborgene Weltordnung | dtv sachbuch | Ungekürze Ausgabe Juni 1994 |